Leistungssteigerung - vom 1600i zum 1835i

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Leistungssteigerung - vom 1600i zum 1835i

Beitragvon trikergrufti » So 6. Aug 2017, 10:44

Jetzt kann ich die Katze aus dem Sack lassen. Ich habe meinem Mexiko-Motor eine Frischzellenkur verpassen lassen :)
TÜV sowie Zulassungsstelle haben es endlich abgesegnet.

Leue hat den Hubraum auf 1835ccm erweitert und Manfred den passenden Chip 1805 für das Steuergerät geliefert.
Dann ging es auf den Leistungsprüfstand bei oettinger. Ja richtig gelesen, die gibt es noch oder besser gesagt wieder neu. Aber mit Käfer habe die nix mehr am Hut.

Ergebnis in nackten Zahlen: max. Drehmoment 141Nm bei 2210Upm (rote Kurve), max. Leistung 51kW/69PS bei 3890Upm (blaue Kurve).
Leistungsdiagramm1.png
Leistungsdiagramm1.png (34.14 KiB) 1675-mal betrachtet

Jetzt gehe ich mal nur auf das Drehmoment ein. Im 2. Teil dann auf die Leistungskurve.
Zur Erinnerung: der Serien-1600i hat 100Nm. Das mehr an Nm spürt man deutlich beim Beschleunigen :D Aber nicht nur das. Das Drehmoment ist über einen breiten Bereich hoch. Das Detaildiagramm zeigt es noch deutlicher.
Leistungsdiagramm2.png
Leistungsdiagramm2.png (29.62 KiB) 1675-mal betrachtet

Von 1900 bis 3200 Upm liefert der Motor mehr als 135Nm (rote Kurve). Sehr angenehm zu fahren vor allem im 3. Gang, aber auch im 4.Gang.

Im 2. Teil mehr zur Leistung. Da habe ich dann auch noch Fragen, denn eigentlich habe ich mehr erwartet.
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Re: Leistungssteigerung - vom 1600i zum 1835i

Beitragvon trikergrufti » So 6. Aug 2017, 20:20

Bei dem Wetter heute natürlich auf Achse gewesen.
Also aus niedrigen Drehzahlen so zu beschleunigen macht schon Spaß :D 8-)

Damit hatte der Prüfer bei der Fahrgeräuschmessung nicht gerechnet, dass das so ein Käfer-Trike bei Vollgas aus 2900Upm im 2. locker auf nur 20m Messstrecke über 3890Upm Nenndrehzahl beschleunigt. :o :roll:
Das war meine Rettung ...
Messung musste daher im 3. Gang wiederholt werden ...
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Re: Leistungssteigerung - vom 1600i zum 1835i

Beitragvon GT Käfer » Mo 7. Aug 2017, 16:19

Hallo,

danke für deine Infos.
Kannst du noch etwas mehr zur Hardware sagen?
Hast du deinen alten Motor umbauen lassen?
Was wurde alles gemacht / erneuert?

Ich würde mich über die Informationen sehr freuen.

Viele Grüße
Georg
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Re: Leistungssteigerung - vom 1600i zum 1835i

Beitragvon trikergrufti » Mo 7. Aug 2017, 17:41

Ok, dann zunächst ein paar Infos zur "Hardware".
Ja, ist mein alter Motor. Hat Leue geöffnet, geprüft und für brauchbar gefunden.
Hat jetzt 1835ccm, Hub 69mm, Bohrung 92mm, Verdichtung 9:1
Kurbel/Nockenwelle/Schwungscheibe sind original. D.h. eigentlich nur Zylinderköpfe und Kolben geändert.
Im Steuergerät ist der Chip 1805 von Manfred.
Zusätzlich jetzt noch ein kleiner Ölkühler, ein paar Lager, Lambdasonde und Hydrostößel erneuert (hurra, Klappern weg ...)
Was Leue sonst noch so gemacht hat, weiß ich nicht. Ich werde ihn antickern. Er soll mal hier mitlesen.

Natürlich kann man da noch viel mehr machen. Aber ich hatte mich mit Leue darauf verständigt, dass es ein "moderates" Tuning werden soll. Ich wollte hauptsächlich nur mehr Wummms ;) im unteren Drehzahlbereich, damit der Motor am Berg schön durchzieht. Nun, das Ziel ist voll erreicht oder? :D
Höchstgeschwindigkeit war mir unwichtig. Fahre selten Autobahn. Macht bei dem heutigen Verkehr keinen Spaß mehr mit einem Trike.
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Re: Leistungssteigerung - vom 1600i zum 1835i

Beitragvon trikergrufti » Mo 7. Aug 2017, 21:02

So jetzt Teil 2 - zur Leistung

Erfreulich: Das Maximum der Leistung ist keine schmale Spitze sondern liegt in einem relativ breiten Drehzahlband an.
Stark rausvergrößert sieht das so aus:
Leistungsdiagramm3.png

69PS von 3850-4200Upm
68PS von 3750-4350Upm, eigentlich bis fast 4600Upm :!:
Erklärt auch, warum er bei der Geräuschmessung im 2. Gang so leicht hoch marschiert ist (und dadurch zu laut wurde).

Anm.: ich hatte den oettinger-Mann gebeten, mit der Messung aufzuhören, wenn erkennbar das Maximum überschritten ist. Daher geht vermutlich die Kurve bei 4650 schon deutlich runter. Wurde vielleicht etwas zu früh beendet.
Vermute, im 2. und 3. Gang kann der Motor noch höher drehen. Will es aber nicht provozieren. Es tat mir so schon weh ...

Was bleibt ist eine Merkwürdigkeit. Warum ist bei dem Hubraum bei 69PS schon Schluss?
Leues spontane Reaktion: Wer oder was regelt da ab? Kriegt der zu wenig Sprit im oberen Bereich?
Bei gleichem Aufbau, aber mit Webervergasern statt Einspritzung wären da schon 80-85PS erzielt worden. (habe leider keine Diagramme zum vergleichen)
Wobei wie schon gesagt, mir es nicht auf die Max-Leistung ankommt. Das Drehmoment ist für mich entscheidend.
Will es nur verstehen, warum es so ist wie es ist.

Deswegen jetzt die Frage an die Einspritzer-Experten: woran könnte das liegen?
Läuft der Motor da oben zu mager? Könnte er dadurch zu heiß werden? Oder ist die Sorge unberechtigt?
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Re: Leistungssteigerung - vom 1600i zum 1835i

Beitragvon KaBe » Di 8. Aug 2017, 06:44

Guten Morgen,

was ist den mit den Einlass und Auslass Ventilen? Der 1600i hat doch kleine Ventile?! Hast du da was geändert?
Er bekommt halt nicht genug rein um noch mehr Leistung zu bringen (wenn es sich um die original Ventile handelt). Die Füllung ist dann halt nicht mehr optimal.
Oder die Einspritzung ist an der oberen Grenze, vielleicht können die Düsen einfach nicht mehr?
So wie ich mich erinnere hatten die 1800i in den 90iger, welche man neu kaufen konnte, auch "nur" 72 PS.
KaBe
1303 US ´78 Cabriolet mit L-Jet Einspritzanlage.
1600i Minimal von 1995 mit Chip von Manfred und zusätzlichen Gebläsen für die Heizung im Motorraum.
Alltagsautos, pendle regelmäßig zwischen Harz und Ruhrgebiet im S mit dem Cabrio im W mit dem 1600i.
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Re: Leistungssteigerung - vom 1600i zum 1835i

Beitragvon Red1600i » Di 8. Aug 2017, 17:57

Mit den originalen 1600i Teilen ist bei etwas über 70PS Schluss, das ist völlig normal.

Es geht wesentlich mehr, was aber Arbeit an den Teilen bedeutet. Richtig scheiss viel Arbeit... und man sieht nix davon.

Mein 1776i schafft mit der kompletten 1600i Ansaugung 102PS mit Alkohol E85, mit Benzin 86PS. Wundert mich auch nicht, es ist die sehr begrenzte Luftmenge. Es geht einfach nicht mehr durch.

Änderungen, damit überhaupt mehr Leistung rauskommt:
- Nockenwelle 296 Grad Schleicher... und kein W Welle, es hat seinen Grund
- Verdichtung 10,5:1
- CB44 E40mm A36mm
- Krümmer bearbeitet +4mm
- Saugrohr bearbeitet + 4mm
- Auspuff HJS mit Metallkat
- Drosselklappe +4mm
... und keine Digifant...
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Re: Leistungssteigerung - vom 1600i zum 1835i

Beitragvon trikergrufti » Mi 9. Aug 2017, 09:20

Ventile sind Original. Sollte ja nicht noch aufwändiger werden.

Könnte es Sinn machen schon, so ab 3200...3300 vorsichtig noch etwas mehr "anzufetten", um so das Drehmoment-Niveau noch etwas zu halten?
Oder bringt das wegen der Begrenzung im Ansaugtrakt nichts mehr?

Ansonsten wie gesagt bin ich ja sehr zufrieden. Ist für mich das optimale Kosten/Nutzen-Verhältnis.

Es gibt noch 2 Eigenheiten. Dazu später mehr.
Dreirädrige Grüße
trikergrufti
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Re: Leistungssteigerung - vom 1600i zum 1835i

Beitragvon trikergrufti » Mi 9. Aug 2017, 12:49

Anfetten meinte ich natürlich nur hin bis zu dem geraden Stück ab 3900.
Danach wird sich wohl nix mehr ändern.
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Re: Leistungssteigerung - vom 1600i zum 1835i

Beitragvon trikergrufti » Mi 9. Aug 2017, 15:57

Ich schon wieder ... hätte da noch ein Schmankerl.
Vorher hatte ich bei ansonsten Originalmotor einen SKN-Chip mit K&N-Luftfiltereinsatz drin.
Ich habe von einem damaligen Leistungsdiagramm die Daten reinmontiert. Damals waren es 59PS bei 4340 Upm. Max. Drehmoment bei 119Nm bei 2150Upm.
Leistungsdiagramm_1835vs1600.png
Leistungsdiagramm_1835vs1600.png (45.74 KiB) 1564-mal betrachtet

So, jetzt könnt ihr schön vergleichen :)
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